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Heike Lamberti - Erfolgsstory


Nach 13 Berufsjahren als leitende Angestellte im Baugewerbe musste mal eine Veränderung her. Professionelle Fortbildungen im Bereich Immobilien, EDV und Buchhaltung rundeten meine Kompetenzen ab, waren inspirierend aber noch nicht ultimativ motivierend.
Dann zeigte mir ein Zeitschriftenartikel einen neuen beruflichen Weg: Joachim Tielitz stellte seinen Sortierdienst für Privat- und Geschäftskunden vor. Das hörte sich abwechslungsreich an und ich sollte hier meine Vorlieben zu strukturiertem Arbeiten und logischen Ablagesystemen– in Kombination mit meiner Managementerfahrung – voll zum Einsatz bringen können.

Der Idee folgten Taten

Zum 1. Januar 2002 meldete ich mein Gewerbe an und schaltete in den örtlichen Wochenzeitungen Inserate mit dem Slogan „Ich bringe Ordnung in ihre Papiere“. Diese bescherten mir meine ersten beiden Kundinnen, die ich bis heute betreue.
Gleichzeitig nahm ich Kontakt zu Herrn Tielitz auf und schloss mich seinem neu gegründeten Netzwerk „Buero-Sortierdienst“ an. Der Kontakt und der Informationsaustausch mit den Kollegen und Kolleginnen war für mich gerade in der Start- und Orientierungsphase enorm wertvoll.

Aller Anfang ist schwer

Schnell war klar: Sortierarbeiten sind oft Kleinprojekte und reichen allein nicht aus. Als zusätzliche Leistung bot ich Unternehmen auch Teilzeitunterstützung an. Spannende Aufträge in unterschiedlichen Unternehmen folgten. Mal als Urlaubsvertretung, dann zur Überbrückung von personellen Engpässen oder Personalwechseln sowie laufende Teilzeitbeschäftigungen.

Eine bunte Mischung

In dieser Zeit sah ich gute und schlechte Abläufe; erfolgreiche und weniger erfolgreiche Unternehmen; Unternehmen, mit einem angenehmen, fördernden Betriebsklima und solche, deren Mitarbeiterfluktuation erschreckend und kostenintensiv war. Ich erlebte hektisches Treiben, aber auch Ruhe und Ausgeglichenheit. Ich analysierte die Auswirkungen von unterschiedlichen Führungsstilen, deckte Schwachstellen in Arbeitsabläufen auf um sie zu optimieren und erkannte insbesondere die Notwendigkeit von Selbstorganisationsmethoden für die Erleichterung der täglichen Arbeit.
Alle diese Erfahrungen sind wesentliche Mehrwerte bei meiner Tätigkeit. Weiterbildung über diverse Fachliteratur und gezielte Fortbildungen in den Bereichen Organisationslehre, Managementlehre und Projekt- und Prozessmanagement helfen mir (und damit meinen Kunden), die jeweiligen Beobachtungen richtig zu deuten und einzusortieren.

Standfest in der Selbständigkeit

Heute berate ich kleine und mittlere Unternehmen, die mit ganz unterschiedlichen Anfragen auf mich zu kommen.

Fallbeispiel 1 : Ein metallverarbeitendes Unternehmen vermutete die Ursache für Lieferverzögerungen in der Produktion. Meine Analyse ergab, dass die Probleme nicht dort sondern im administrativen Prozess lagen.
Im Detail: Verzögerungen an Schnittstellen, Ungleich verteiltes Arbeitsvolumen und Probleme bei der Selbstorganisation an verschiedenen Arbeitsplätzen.
Über eine neue Teamaufteilung inklusive anderer Sitzordnungen wurde die Kommunikation deutlich verbessert und ein Change „weg von Abteilungen hin zu prozessorientierten Produktteams“ eingeleitet. Auch eine Arbeitsplatzorganisationsberatung wurde durchgeführt, die kurzfristig zu Transparenz, reduzierten Such- und Doppelarbeiten, verringertem Stressfaktor und daraufhin zu einer deutliche Verbesserung der Durchlaufzeiten führte.

Fallbeispiel 2 : Der Hauptkunde eines Handwerksbetriebs stellte neue Bedingungen für die Zusammenarbeit und forderte zusätzliche Zwischenergebnisse. Daraufhin mussten die internen Arbeitsabläufe, alle EDV-Formulare, die Definition der Aufgabenzuordnung und die Ablagesysteme komplett angepasst werden.

Fallbeispiel 3: Der Trend zum papierlosen Büro kann nicht überall angewendet werden. Ein großes Klinikverwaltungsunternehmen bat um die Systematisierung der Papierablage mit anschließender Umsetzung um Suchzeiten zu reduzieren und die Einarbeitung neuer Mitarbeiter zukünftig zu erleichtern.

Selbst- und Fremdwahrnehmung in Einklang bringen

Bei vielen Aufträgen liegen die Ursachen für Probleme nicht da, wo die Unternehmensleitung sie vermuten. Umfasst der Auftrag die ganzheitliche Unternehmensberatung, besteht mein erster Schritt in einer Ist-Analyse, die vier Bereiche auf Optimierungspotenziale untersucht:

  • Der Unternehmer und sein Verständnis von Führung.
  • Die Organisation, deren Aufbau und Abläufe sowie die Ablage an den Arbeitsplätzen und im Team.
  • Die Mitarbeiter, deren Motivation und Kompetenzen sowie die Kommunikation untereinander und das herrschende Betriebsklima.
  • Der Kundenservice sowie das interne und externe Erscheinungsbild des Unternehmens.

Als Berater hat man den Vorteil, Unternehmen aus der Vogelperspektive betrachten zu können. Die interne Sicht kann schon mal den Blick vernebeln und erschwert es, die Abläufe frei von Gewohnheiten zu betrachten. Auch ist vielen Führungskräften oft nicht bewusst, dass sie selbst der wichtigste Schlüssel zu einem erfolgreichen Team sind.

Unternehmensführung muss gelernt sein

Meine berufliche Erfahrung zeigt, dass sich der Unternehmer der Wichtigkeit seiner Führungsaufgaben in Bezug auf den Unternehmenserfolg nicht ausreichend bewusst ist.
Darin gefesselt, einen Großteil der Aufgaben aus dem operativen Tagesgeschäft selbst zu erledigen, bleiben wesentliche Führungsaufgaben auf der Strecke. Mit einer bewussteren, zielgerichteten Führung kann der Unternehmenserfolg optimiert werden und es besteht auch die große Chance, sich positiv von der Konkurrenz abzusetzen.
Der zunehmende Wettbewerb stellt immer neue und höhere Anforderungen an das Leistungsvermögen und die Flexibilität von Unternehmen und deren Mitarbeitern. Den Erfolg bestimmt zunehmend die Service- und Beratungsqualität. Um diese zu gewährleisten müssen die Unternehmen alle Optimierungspotenziale nutzen und dennoch in allen Bereichen flexibel und offen für Veränderungen bleiben.

Mein Fazit heute

Auch nach acht Jahren empfinde ich meine heutigen Aufgaben als außerordentlich abwechslungsreich, sehr spannend und erfüllend. Mein Mut hat sich ausgezahlt - meinen Schritt zu einer beruflichen Veränderung habe ich keine Sekunde bereut.

Wie wäre es mir Ihrer Story?

Ihre Selbstständigkeit, Erfolge, Lernergebnisse, Pannen, Neuanfang …